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Piercing-Arten und ihre Namen

Kurz gesagt: Piercing ist der Oberbegriff für Löcher, die in die Haut gestochen werden, um an verschiedenen Körperstellen Schmuck zu tragen. Die wichtigsten Arten sind Ohrpiercings (Lobe, Helix, Tragus, Daith, Conch), Nasenpiercings (Nostril, Septum), Lippenpiercings (Labret, Medusa, Smiley) sowie Augenbrauen-, Bauchnabel- und Zungenpiercings. Jede Art hat ihren eigenen Namen, ihren Schmuck, ihre Heilungsdauer und ihre Risiken; deshalb solltest du Stelle und Schmuckart kennen, bevor du dir ein Piercing stechen lässt.

Zwischen all den Piercing-Arten und Namen kann man leicht den Überblick verlieren. Selbst für dieselbe Stelle gibt es mehrere Bezeichnungen. Dieser Artikel stellt die häufigsten Piercing-Arten mit ihren Namen und wichtigsten Merkmalen vor.

Ohrpiercings

Das Ohr ist die beliebteste Stelle für Piercings. Gestochen wird sowohl ins Weichgewebe (Lobe) als auch in den Knorpel.

  • Lobe (Ohrläppchen): Stelle: der weiche untere Teil des Ohrs · Hinweis: am häufigsten und heilt am einfachsten
  • Helix: Stelle: oberer äußerer Ohrknorpel · Hinweis: Knorpel, die Heilung dauert länger
  • Tragus: Stelle: Knorpelvorsprung vor dem Gehörgang · Hinweis: empfindliche Stelle
  • Daith: Stelle: innere Knorpelfalte des Ohrs · Hinweis: braucht einen besonderen Winkel und Schmuck
  • Conch: Stelle: breite Knorpelfläche im Inneren des Ohrs · Hinweis: mit Ring oder Stecker
  • Rook: Stelle: Knorpelfalte im Inneren des Ohrs · Hinweis: braucht eine erfahrene Person
  • Industrial: Stelle: zwei Löcher oben am Ohr, eine Stange · Hinweis: zwei Punkte werden verbunden, die Pflege ist aufwendiger
  • Flat: Stelle: flache Knorpelfläche des Ohrs · Hinweis: modern und ästhetisch

Mehr dazu im Artikel Ohrpiercing-Arten und ihre Namen.

Nasenpiercings

  • Nostril: Der Nasenflügel. Das beliebteste Nasenpiercing; getragen wird ein Ring oder ein kleiner Stecker (Stud).
  • Septum: Die Nasenscheidewand. Getragen wird ein Ring oder ein Hufeisen (Horseshoe).
  • Bridge: Der Nasenrücken zwischen den Augen. Weniger verbreitet.
  • Nasallang: Geht quer durch die Nase, durch beide Seiten und die Scheidewand. Ein schwierigerer Eingriff.

Mehr dazu im Artikel Nasenpiercing-Arten.

Piercings an Lippe und Mund

  • Labret: Unterhalb der Unterlippe, über dem Kinn.
  • Medusa: Mitte der Oberlippe.
  • Monroe und Madonna: Seitlich über der Oberlippe (Monroe links, Madonna rechts).
  • Smiley: Im Oberlippenbändchen (Frenulum), sichtbar beim Lächeln.
  • Snake Bites: Doppelpiercing an beiden Seiten der Unterlippe.
  • Zunge: Mitte der Zunge. Weil das Zungenpiercing im Mund sitzt, bringt es besondere Risiken mit sich und braucht besondere Pflege.

Mehr dazu im Artikel Lippen- und Zungenpiercing.

Bauchnabel- und Körperpiercings

  • Bauchnabel (Belly): Oberer Rand des Bauchnabels. Bei Frauen sehr beliebt.
  • Augenbraue: Äußerer Rand der Augenbraue.
  • Dermal (Oberflächen-)Piercing: Wird unter der Haut verankert, außen ist nur ein einzelner Stein zu sehen. Erfordert besondere Fachkenntnis.
  • Intim- und Brustwarzenpiercings: Intime Stellen; nur bei sehr erfahrenen und hygienisch arbeitenden Piercern stechen lassen.

Zum Bauchnabel siehe den Artikel Bauchnabelpiercing: Arten und Pflege.

Schmuckarten

  • Stud (Stecker): Klein, einteilig, mit Stein auf der Vorderseite.
  • Ring (Ring/Hoop): Kreisrunder Schmuck.
  • Barbell: Stab mit zwei Enden; für Zunge, Augenbraue und Knorpel.
  • Labret (Flat Back): Mit flacher Rückplatte, für Lippe und Ohr.
  • Horseshoe: In Hufeisenform.

Schmuckmaterial

  • Implantat-Titan: Wird für empfindliche Haut oft empfohlen.
  • Chirurgenstahl: Verbreitet, kann aber Nickel enthalten; wer eine Nickelallergie hat, sollte aufpassen.
  • Gold (hochwertige Legierung): Teurer, hochwertige Option.
  • Bioflex und Acryl: In bestimmten Situationen und Phasen beliebt.

Wie lange braucht welches Piercing zum Heilen?

Die Dauer ist individuell; grob gilt:

  • Ohrläppchen: Wochen (einige Wochen bis einige Monate)
  • Knorpel (Helix, Tragus, Conch): Monate (einige Monate bis ein Jahr)
  • Nasenflügel: Monate
  • Lippe: Wochen bis Monate
  • Zunge: Einige Wochen
  • Bauchnabel: Monate (kann lange dauern)

Das sind Schätzwerte; die Person, die dich sticht, gibt dir eine Einschätzung für deinen Fall.

Schritte zum richtigen Piercing

  1. Leg Stelle und Schmuck fest.
  2. Wähle ein erfahrenes Studio, das mit steriler Nadel arbeitet. Für Knorpel wird eine Ohrlochpistole generell nicht empfohlen.
  3. Frag nach dem Schmuckmaterial.
  4. Lass dir die Pflegeanleitung erklären. Piercing-Pflege: So geht's richtig
  5. Begleite die Heilung mit Geduld.

Piercer und Studios finden

Auf TattooVerseCo gibt es keinen eigenen Bereich für Piercings, aber Künstler, die piercen, findest du im Bereich Künstler und Studios mit Piercing-Angebot im Bereich Studios. Mit dem Filter nach Stadt und Bezirk kannst du die Möglichkeiten in deiner Nähe vergleichen.

Häufige Fragen

Welche Piercing-Art ist am beliebtesten?

Ohrläppchen und Nasenflügel (Nostril) sind am verbreitetsten. Auch Knorpelpiercings werden immer beliebter.

Welches Piercing tut am meisten weh?

Schmerz ist individuell; Knorpel, Bauchnabel und manche Stellen im Gesicht gelten meist als empfindlicher. Mehr dazu im Artikel Tut ein Piercing weh?.

Wann kann ich meinen Piercing-Schmuck wechseln?

Ein Wechsel vor Abschluss der Heilung kann Probleme verursachen. Frag die Person, die dich gestochen hat.

Welche Stelle eignet sich für das erste Piercing?

Das Ohrläppchen heilt vergleichsweise einfach und schnell und wird deshalb oft für das erste Piercing gewählt.

Ohrlochpistole oder Nadel?

Vor allem am Knorpel gilt das Stechen mit steriler Nadel meist als sicherer. Frag nach der Methode.


Das richtige Piercing, von der richtigen Person. Finde Piercing-Studios in den Bereichen Künstler und Studios auf TattooVerseCo.