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Tut ein Piercing weh?

Kurz gesagt: Ein Piercing fühlt sich wie ein kurzer, aber scharfer Stich an. Die meisten beschreiben den Schmerz als kürzer und plötzlicher als beim Tätowieren. Wie weh es tut, hängt von der Stelle, der Person und der Methode ab: Das Ohrläppchen gilt meist als am harmlosesten, Knorpel, Bauchnabel und manche Stellen im Gesicht als empfindlicher. Das eigentliche Unbehagen dauert beim Stechen nur ein paar Sekunden; während der Heilung können Empfindlichkeit und ein Druckgefühl auftreten.

Am meisten Angst macht beim Piercing die Nadel. Dabei ist der Vorgang sehr schnell vorbei. Um mit dem Schmerz umzugehen, hilft es zu wissen, was ihn beeinflusst.

Was den Schmerz beeinflusst

  • Körperstelle: Knorpel, nervenreiche Stellen und dünne Haut sind empfindlicher.
  • Persönliche Empfindlichkeit: Die Schmerzschwelle ist bei jedem anders.
  • Erfahrung der Person, die sticht: Wer erfahren ist und zügig arbeitet, verringert den Schmerz.
  • Methode: Mit steriler Nadel im richtigen Winkel geht es sauberer und schneller. Eine Ohrlochpistole kann am Knorpel Gewebeschäden und mehr Schmerz verursachen.
  • Stimmung: Anspannung und Angst verstärken den Schmerz.
  • Vorbereitung: Wer hungrig oder unausgeschlafen kommt, bekommt leichter Schwindel.

Das Schmerzlevel nach Körperstelle

Diese Reihenfolge ist ein grober Durchschnitt; sie gilt nicht für alle gleich.

  • Ohrläppchen (Lobe): Schmerzlevel: leicht · Hinweis: die angenehmste Stelle
  • Helix, Flat: Schmerzlevel: mittel · Hinweis: Knorpel, kurzer Stich
  • Conch, Tragus: Schmerzlevel: mittel bis hoch · Hinweis: Druckgefühl
  • Daith, Rook: Schmerzlevel: hoch · Hinweis: empfindliche, gewundene Stelle
  • Industrial: Schmerzlevel: hoch · Hinweis: zwei Löcher
  • Nasenflügel (Nostril): Schmerzlevel: mittel · Hinweis: Tränenreflex
  • Septum: Schmerzlevel: mittel · Hinweis: an der richtigen Stelle vergleichsweise leicht
  • Augenbraue: Schmerzlevel: mittel · Hinweis: scharfer Stich
  • Lippe (Labret, Medusa): Schmerzlevel: mittel · Hinweis: geht durch dickes Gewebe
  • Zunge: Schmerzlevel: mittel bis hoch · Hinweis: schnell, aber ein seltsames Gefühl
  • Bauchnabel: Schmerzlevel: mittel · Hinweis: geht durch dicke Haut
  • Brustwarze und Intimbereich: Schmerzlevel: hoch · Hinweis: sehr empfindliche Stellen

Mehr zum Ohr: Ohrpiercing-Arten und ihre Namen. Zur Nase: Nasenpiercing-Arten.

Was spürst du beim Piercen?

  • Vor dem Stechen: Die Stelle wird gereinigt und markiert. Das tut nicht weh.
  • Beim Stechen: Ein kurzer, scharfer Stich und das Durchgleiten der Nadel. Dauert ein paar Sekunden.
  • Beim Einsetzen des Schmucks: Ein leichtes Druck- und Ziehgefühl.
  • Direkt danach: Brennen, Pochen und Wärme; das kann ein paar Stunden oder Tage anhalten.

So verringerst du den Schmerz

  1. Wähle die richtige Person: Wer erfahren und ruhig ist, verringert Schmerz und Stress.
  2. Komm satt und ausgeruht: Das senkt das Risiko für Schwindel.
  3. Trink keinen Alkohol: Er kann die Blutung verstärken und die Heilung beeinträchtigen.
  4. Atme: Langsames, tiefes Atmen hilft dir, dich zu entspannen.
  5. Nimm jemanden mit: Wenn das Studio es erlaubt, ist das eine Stütze.
  6. Betäubungscremes: Manche überlegen, sie zu verwenden, aber sie können Hautreaktionen auslösen oder das Ergebnis beeinflussen; sprich vorher mit der Person, die dich sticht, und bei Bedarf mit einem Arzt.

Tipps für das erste Piercing

  • Fang mit einer einfachen Stelle wie dem Ohrläppchen an.
  • Sprich mit der Person, die dich sticht, und erzähl von deiner Angst.
  • Informier dich vorher über Schmuck und Pflege.
  • Sei während der Heilung geduldig. Piercing-Pflege: So geht's richtig

Schmerzen während der Heilung

Während der Heilung gilt:

  • Leichte Empfindlichkeit und Schmerz bei Berührung sind normal.
  • Zunehmende, pochende Schmerzen, Schwellung, Rötung und Ausfluss können Anzeichen einer Infektion sein.
  • Wenn du im Schlaf darauf liegst, können die Schmerzen zunehmen.

Im Zweifel wende dich an die Person, die dich gestochen hat, oder an einen Arzt.

Das richtige Studio für dein Piercing

Wie gut der Schmerz zu ertragen ist, hängt stark von der Person ab, die sticht. In den Bereichen Künstler und Studios auf TattooVerseCo kannst du Piercing-Anbieter nach Bewertungen, Galerie und Hygiene-Angaben vergleichen.

Häufige Fragen

Tut ein Piercing mehr weh als ein Tattoo?

Ein Piercing ist kürzer, aber schärfer; ein Tattoo ist ein langer, flächiger Schmerz. Das ist von Person zu Person verschieden.

Tut ein Nasenpiercing weh?

Es gibt einen scharfen, kurzen Stich und einen Tränenreflex. Die meisten finden es gut auszuhalten.

Tut ein Bauchnabelpiercing weh?

Mittelmäßig; weil es durch dicke Haut geht, spürst du etwas Druck.

Tut ein Zungenpiercing weh?

Der Vorgang ist schnell, fühlt sich aber eigenartig an; danach schwillt die Zunge an. Die Erfahrung der Person, die sticht, ist sehr wichtig.

Wie lange tut ein Piercing danach weh?

In den ersten Tagen ist die Stelle empfindlich; das lässt mit der Zeit nach. Bei anhaltenden oder zunehmenden Schmerzen hol dir fachliche Hilfe.


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